Provinzialloge von Schleswig-Holstein

Bruder Jørgen P. Jessen, Andreasloge "Constantia", Flensburg

Enge Bindung zwischen den Andreaslogen “Dorothea ad Coronam” in Kolding/DK und „Constantia“ in Flensburg.

Das Zusammenwirken über die Grenzen hinweg wird gerade durch die besondere Verbindung dieser beiden Logen in Zukunft zu vielen gemeinsamen Aktivitäten und Besuchen führen, die uns alle sehr bereichern werden.

Aber der Reihe nach:

Im Verlauf der Jahre 2014/2015 hatte der WAM meiner Andreasloge „Contstantia“, Br. Stephan Richter, öfter mit mir darüber gesprochen, wie wir den Kontakt und die Zusammenarbeit mit den dänischen Andreaslogen verstärken könnten.

Im Gespräch mit dem WAM der Loge „Dorothea ad Coronam“, Br. Bent Nielsen, wurde dieses Thema eingehend erörtert. Hieraus entwickelte sich die Idee, dass ich in die Loge „Dorothea ad Coronam“ als Doppelmitglied eintreten könnte. Mit diesem Gedanken hatte ich schon länger gespielt; umso mehr war ich über dieses Angebot erfreut.

Im weiteren Verlauf sprach ich mit dem WAM der „Constantia“ und unserem Provinzialmeister, Br. Nils Dahlgaard. Beide waren begeistert und gaben sofort ihre Zustimmung. Jedwede Unterstützung bei meinem Vorhaben wurde mir zugesagt.

Nur, was muss man rein praktisch in die Wege leiten, damit eine Doppelmitgliedschaft länderübergreifend realisiert werden kann?

Zuerst fragte ich in St. Michaelisdonn bei der Andreaslog „Voluntas“ nach, da ich wusste, dass der  Br. Carsten Englert diese Prozedur schon 2014 hinter sich gebracht hatte. Einen Ablauf bekam ich umgehend per Mail.

Ebenso bekam ich Handlungspläne vom Provinzialmeister, Br. Nils Dahlgaard, und von der Provinzialloge Odense/DK.

Der bürokratische Teil konnte nun in Angriff genommen werden. Schnell kamen nach meiner Antragstellung die notwendigen Schreiben der betroffenen Andreaslogen, der Provinziallogen und der GLLvD, sowie der Großloge von Dänemark zurück.

Danach ging alles sehr schnell. Der Hochleuchtende Br. Bent Nielsen der Andreasloge „Dorothea ad Coronam“ legte nach erfolgreicher Kugelung meine Aufnahme auf den 22. März 2016 fest.

Geschafft. Ich war gespannt auf die Arbeit, denn in DK ist das Ritual doch in einigen Punkten anders.

Zu meiner Aufnahme in Dänemark begleiteten mich der Provinzialmeister, Br. Nils Dahlgaard, der WAM, Br. Stephan Richter, sowie Brr. aus Husum, St. Michaelisdonn und Schleswig.

Von Links: Br. Jørgen P. Jessen,WAM Br. Stephan Richter, WAM Br. Bent Nielsen, Provinzialmeister SH Br. Nils Dahlgaard

Es wurde für mich ein unglaubliches und unvergessliches Erlebnis! An der Arbeit nahmen 75 Brüder teil. Vor meiner Aufnahme wurden zwei dänische Brüder in den IV/V° aufgenommen.

Unser Provinzialmeister fand an der dann folgenden Tafelloge sehr schöne Worte; ebenso der WAM meiner Andreasloge „Constantia“, und zwar in dänischer Sprache, was besonders gut ankam.

Am 11. April 2016 wurde ich dann in eine weitere dänische Andreasloge aufgenommen, und zwar in   die Andreas-Instruktions-Loge „Philadelphia“ in Vejle/DK. Auch diese Arbeit war von großer Herzlichkeit geprägt und erfolgte im Rahmen einer Arbeit im VI°.

Das ist für mich gelebte Weltbruderkette.

Jørgen.p.jessen

Die Konventeilnehmer 2016 im Workshop

Die Teilnehmer am Lehrlings- Gesellenkonvent 16

Tolle Erlebnisse und Erfahrungen unserer Lehrlinge und Gesellen beim gemeinsamen Konvent 2016

Am Wochenende des 6. / 7. Februar 2016 waren über 30 Lehrlinge und Gesellen unserer Provinz in St. Michaelisdonn zusammengekommen, um sich diesem Programm zu widmen, was Brüder aus den Johannislogen in Kiel und Rendsburg vorbereitet hatten:

  • Zirkelgespräche in Gruppen – Diskussionen / Gemeinsamkeiten / Erwartungshaltungen
  • Einführungsvortrag  „Die Vereinigten Großlogen von Deutschland und deren Lehrarten“
  • Erfahrungsaustausch mit Brüdern und Logen anderer Lehrarten
  • Besuch des Freimaurermuseums unter fachkundiger Führung
  • Tafelloge mit Instruktionen der Provinzialbeamten
  • „Informationen für Logenbrüder – Ein kleiner Leitfaden unserer freimaurerischen Verbundenheit“
  • „Der Tempel zum Anfassen“  – Einrichten des Tempels für eine Tempelarbeit im I. Grad
  • Gemeinsames Singen freimaurerischer Lieder mit musikalischer Begleitung
  • Tempelarbeit im 1. Grad mit Erläuterungen der Provinzialbeamten
Teilnehmer Workshop Lehrling- Gesellen 2016
Konzentriertes Arbeiten im Workshop

Aufgrund der positiven Ergebnisse werden wir natürlich auch in 2017 unser Lehrlings- und Gesellenkonvent in unserer Provinz fortsetzen.

Der Hochwürdige Meister Bruder Norbert Jürgensen

Am 28. November 2015 wurde im Rahmen des 149. Stiftungsfestes der Johannisloge “ Alma an der Ostsee“  Bruder Norbert Jürgensen als Logenmeister unter sehr großer Beteiligung nicht nur seiner eigenen Brüder in sein Amt eingeführt.

Lassen wir nun den Hochwürdigen Meister, Br.  Norbert Jürgensen,  selbst zu Wort kommen:

Mein Name ist Norbert Jürgensen; ich wurde am 11. April 1959 in Eckernförde geboren und lebe am Westensee in der Nähe von Kiel; bin verheiratet und mit einem Sohn gesegnet.

Seit 1993 bin ich Rechtsanwalt in Kiel mit Schwerpunkt Immobilienrecht.

Vor über 25 Jahren nahm mich die JL „Alma an der Ostsee“ in Kiel als Freimaurer-Ritter auf. Im September 2015 wählten mich die Mitglieder der „Alma“ zu ihrem Vorsitzenden, zu ihrem  Wortführenden Logenmeister.

Am 149. Stiftungsfest am 28. November setzte mich der Landesgroßmeister der GLL F v D offiziell als Logenmeister ein.

Wie sehe ich meine Aufgabe, meine Rolle als Logenmeister?

Nach meinem Verständnis sitze ich nicht erhöht im Osten, sondern will der Logen dienen. Ich will auf Brüderlichkeit und Einigkeit hinwirken, indem ich meinen Brüdern in der geöffneten Loge, im Tempel einen geschützten Raum anbiete, in dem sie zur Ruhe und Einsicht, zu Erkenntnis, zu Licht und Wahrheit finden können. Deshalb achte ich auf größtmögliche Ritualgenauigkeit und nehme mir viel Zeit, um alle organisatorischen Maßnahmen außerhalb des Tempels in enger Zusammenarbeit mit dem Beamtenrat treffen zu können.

Für mich ist das Amt des Logenmeisters nicht Bürde, sondern in erster Linie Freude.  Und ich fühle mich in brüderlicher Liebe mit all meinen Brüdern in der „Alma“ und allen Brüdern Freimaurern  eng verbunden.

NJ

Meisterwechsel Wyk auf Föhr

Von Links: Br. Peter Brauer - Br. Georg Volta

Die Johannisloge „Zum Anker an der Nordsee“ feierte am 31. Oktober 2015 in Wyk auf Föhr ein besonderes Stiftungsfest.

Das Besondere war nicht das Jubiläum selbst – es war das 87. Stiftungsfest, zu dem die Brüder auf ihre Insel eingeladen hatten – sondern der anstehende Meisterwechsel, die Ehrung verdienter Mitglieder der Loge und die Sprache, in der die Arbeit abgehalten wurde.

Auf Wunsch des scheidenden Logenmeisters, Br. Peter Brauer, wurde die Festarbeit, an der insgesamt 42 Brüder teilnahmen, in friesischer Sprache durchgeführt. Das Föhringer Friesisch „fering“ wird auf der Insel bis zum heutigen Tag vor allem im Westen der Insel gesprochen und, darauf ist man besonders stolz, auch an die nächste Generation weitergegeben.

Für Br. Peter Brauer war Deutsch die erste Fremdsprache, die er erlernen musste und mit der erstmals in der Schule in Berührung kam. Ihm war es eine Herzensangelegenheit, dass er seine  Amtszeit mit einem Ritual in friesischer Sprache beenden wollte.

Für sein Engagement in den letzten neun Jahren wurde er vom Hochleuchtenden Provinzialmeister, Br. Nils Dahlgaard, geehrt und zum Altlogenmeister seiner Loge ernannt.

Georg Volta, der vom Provinzialmeister feierlich auf sein neues Amt vereidigt wurde und in Zukunft den Hammer der JL „Zum Anker an der Nordsee“ führen wird, wies in seiner Antrittsrede auf die ihm wichtigen Ziele während seiner Amtszeit hin, zu denen ganz besonders die Öffentlichkeitsarbeit zählt. Er möchte das Bild in der Öffentlichkeit gerade rücken, dass die Freimaurerlogen immer noch als Geheimbünde agieren. Außerdem geht es ihm um die Zukunft seiner Loge, die auch dem demografischen Wandel unterworfen ist. „Die Jugend ist die Zukunft, und in die muss wie in einer Volkswirtschaft investiert werden“, so Georg Volta.

„Was sind schon 40 oder 50 Jahre in der Menschheitsgeschichte? Sicherlich nichts! Aber was sind 40 oder 50 Jahre im Leben eines Freimaurers? Sicherlich eine Menge.“ Mit diesen Worten würdigte der neue Logenmeister die Brüder Friedrich Amfaldern und Altlogenmeister Jens Faltings für vierzig bzw. fünfzig Jahre Mitgliedschaft und unermüdliches Engagement in der und für die JL „Zum Anker an der Nordsee“.

Das 87. Stiftungsfest der Wyker Loge war eine gelungene Veranstaltung, die allen Beteiligten noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Neumünster wandelt sich zur „jungen Loge“

Zum 136. Stiftungsfest der Johannisloge „Zur Brudertreue an der Schwale“ in Neumünster erschienen am 10. Oktober 2015 zahlreiche Gäste. Rund 70 Brüder wollten sich nicht nur das Stiftungsfest, sondern auch die Hammerübergabe und Meistereinsetzung  von Bruder Kai Niedziela (31) nicht entgehen lassen.

Nachdem Anfang des Jahres der Logenmeister Friedrich-Wilhelm Strohdiek plötzlich und unerwartet durch den Dreifach großen Baumeisters der ganzen Welt in den ewigen Osten abberufen wurde, waren die Neumünsteraner Brüder zunächst entsetzt. Durch den brüderlichen Schulterschluss unter der Leitung des stellvertretenden Logenmeisters Hans-Jürgen Kirchbach konnte die Bruderschaft jedoch schon bald in geordneter Weise mit der Arbeit fortfahren.

Zum Stiftungsfest erschienen nun neben einer Vielzahl von Brüdern der eigenen Loge auch Brüder der Hamburger Logen, sowie der Rendsburger und Husumer Loge. Die Kieler Brüder reisten gar mit 14 Brüdern an, darunter auch der Landesgroßmeister, Achim Strassner. Weiterhin konnten der Provinzialmeister der PLvSH, Nils Dahlgaard, der wortführende  Andreasmeister der Fortunata, Jörg Wegner, und weitere Logenmeister als Besucher begrüßt werden. Eine ganz besondere Freude war auch die Delegation der befreundeten Brüder aus Dänemark von der JL Tuta Vallis in Holstebro und der Besuch von Brüdern anderer Lehrarten.

In den festlichen Ansprachen wurde immer wieder erwähnt, dass sich die Loge „Zur Brudertreue an der Schwale“ in Neumünster durch ihren neuen Logenmeister Kai Niedziela zu einer „jungen Loge“ wandele, welche nun mit viel Geschick und Verantwortung zu leiten sei.

Bruder Niedziela hat mit Übernahme der Führung auch seine neuen Beamten eingesetzt und damit auch die gesamte Leitung der Loge entschieden verjüngt. Dabei setzte er allerdings bewusst auf eine altersmäßige Verteilung. Er betonte bei seiner Ansprache, dass er sich seiner Verantwortung sehr bewusst sei und es nicht immer einfach werden wird. Er sei jedoch fest entschlossen, die Loge so gut wie möglich zu leiten und setzt dabei auch auf die starke Unterstützung aus den Reihen der Bruderschaft, wenn er darum bittet. Damit vertritt er auch die Einstellung seiner Beamten; für alle spielen Transparenz und Einigkeit eine wichtige Rolle. Seine Amtszeit stellt er unter ein Motto:

Er aber sprach zu ihm: “Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand.” Dies ist das größte und erste Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich: “Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.” (Mat. 22:37-39)

Und nun aber bleiben Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. (1. Kor 13:13)

Und auch in dieser Sache ist sich die neue Leitung einig: Es darf niemals nur darum gehen, nur die neuen und jungen Brüder zu integrieren. Genauso wichtig ist es, die Traditionen der Loge zu bewahren und die erfahrenen Brüder immer wieder mit in das sich verändernde Logenleben einzubeziehen. Wachstum ist auch weiterhin erwünscht, wobei der Fokus zukünftig deutlich auf die Qualität gelegt werden soll.

Nach der Hammerübergabe konnten die Brüder den neuen Logenmeister und seine Beamten in aller Ruhe beglückwünschen, bevor man sich auf den Weg in die nahegelegene Gastronomie machte. Dort wurde eine festliche und freudige Tafelloge abgehalten.  Gegen 22:00 Uhr ging das gelungene Stiftungsfest dann dem Ende zu.

Br. Tobias Hohmann

Vor nunmehr zwei Jahren besuchte die Andreasloge Dorothea ad Coronam aus Kolding/DK das Freimaurermuseum in St. Michaelisdonn und in diesem Zusammenhang auch die dortige Andreasloge Voluntas. Es entstand die Idee, dass zwei Brüder aus Kolding und St. Michaelisdonn jeweils Doppelmitglied der anderen Loge werden sollten, um die Brücke nicht nur zwischen Dänemark und Deutschland, sondern zwischen den Brüdern länderübergreifend zu stärken und zu fördern. Die Idee klingt einfach und ist unbestritten – auch eine sehr gute und wichtige Vorgehensweise die Weltbruderkette weiter zu entwickeln. Aber wie das so ist mit den Ideen – die Umsetzung kann manchmal so ihre kleinen Tücken haben.

Von links: Br. Dietrich Heuck-Neelsen, Br. Jan Nielsen, Br. Bent Nielsen, Br. Carsten Englert

Nun aber der Reihe nach:

Die Umsetzung bzw. der formelle Prozess dazu begann im Frühjahr 2013. Br. Carsten Englert, Andreasloge Voluntas, und Br. Jan Nielsen, Andreasloge Dorothea ad Coronam stellten über die entsprechenden WAM den Antrag in der jeweiligen Loge als Doppelmitglieder aufgenommen zu werden. Von beiden Seiten stand man dieser Idee überaus positiv gegenüber. Ebenso sah es bei der jeweiligen Provinzialloge aus. Die Anträge gingen von der jeweiligen Provinzialloge also weiter an den dänischen Ordensmeister Br. Hans Martin Jepsen und entsprechend an unseren Landesgroßmeister Achim Strassner.

Der Landesgroßmeister Br. Achim Strassner genehmigte die Doppelmitgliedschaft bereits am 12. September 2013. In Dänemark gestaltete es sich etwa schwieriger. Dort hat jeder Bürger eine CPR-Nummer (Personen-Identifikations-Nummer). Alles was mit Verwaltung in jedweder Form zu tun hat, funktioniert nur mit dieser Nummer. Naturgemäß hat unser Br. Carsten Englert eine solche Nummer nicht. Der Ordensverwaltungsapparat in Kopenhagen hatte so seine Schwierigkeiten damit. Trotz aller „Schwierigkeiten“ hat der Dänische Ordensgroßmeister seine Genehmigung am 14. Mai erteilt. So konnte die Aufnahme in der jeweiligen Andreasloge rein praktisch alsbald stattfinden.

Lassen wir Bruder Jan Nielsen, Andreasloge Dorothea ad Coronam, selbst zu Wort kommen:

Wie unkompliziert es so geht. Mir wurde mitgeteilt dass ich zum Stiftungsfest der Andreasloge Voluntas am 16. November 2013 angenommen werden sollte. Wie herrlich ist es, dass in Deutschland die Stiftungsfeste fast immer am Samstag um 16.00 Uhr stattfinden. Beeindruckend war das für viele Brüder aus nahezu ganz Schleswig-Holstein, die an der Arbeit und anschließenden Tafelloge teilnahmen. Der Abgeordneter Provinzialmeister SH, ein Ritter-Kommandeur mit dem Roten Kreuz sowie viele Logenmeister waren anwesend.

Ich hatte viele Erwartungen an die Aufnahme, diese wurden weit übertroffen. Die unglaubliche Herzlichkeit und Brüderlichkeit war beeindruckend, das brachte ich auch dem WAM, Br. Klaus Kayser, zum Ausdruck. Tafellogen in Deutschland sind für uns Brüder aus Dänemark immer etwas ganz besonderes da es hier doch recht deutliche Unterschiede gibt.

Die Annahme selbst war eine IV/V-Arbeit wie wir sie hier bei uns in Dänemark kennen, allerdings gibt es auch hier einige kleine Unterschiede.

Es war für mich und meine zwei mich begleitende Brüder ein unvergessliches Erlebnis.

Soweit Bruder Jan Nielsen aus Kolding.

Unser Bruder Carsten Englert wurde dann in der Andreasloge Dorothea ad Coronam am 4.Februar 2014 in Kolding angenommen, wobei ihn deutsche Brüder begleiteten. Gleichzeitig gab es vor der Annahme von Carsten Englert noch eine Doppelaufnahme in IV/V.

Am 25. November 2014 ergab sich dann auch die Gelegenheit – in Begleitung von Br. Carsten Englert – an einer dortigen Andreasarbeit, diesmal eine Doppelaufnahme in VI, in Kolding teilzunehmen.  Dabei waren unser Provinzialmeister Nils Dahlgaard und unser WAM Klaus Kayser sowie einige Brüder aus der Andreasloge Voluntas. Es war eine sehr vornehme und schöne Arbeit in einer unglaublich herzlichen Atmosphäre.

Bevor die Arbeit selbst stattfand, bestand die Gelegenheit, das Logenhaus in Kolding zu besichtigen.

Der Logenmeister der Johannisloge St. Jørgen Br. Finn Nielsen führte durch das Haus. Das Logenhaus ist von imponierender Ausstattung und Größe. Ein Vergleich zum Logenhaus in St. Michaelisdonn zeigt große Unterschiede. Man muss allerdings bedenken, dass allein die Johannisloge in Kolding 181 Brüder zählt und die Andreasloge 736 Brüder. Zum Vergleich sind in der Andreasloge Voluntas 30 Brüder.  Durch die Doppelmitgliedschaft unserer beiden Brüder Jan Nielsen und Carsten Englert ist nicht nur die Bruderkette zwischen den Andreaslogen beider Länder gestärkt worden – auch zeigt es uns in einer größeren Perspektive, dass wir ein Teil einer internationalen Bruderkette sind.

Jørgen Jessen – Provinzialloge von Schleswig-Holstein

Zum Lehrlings- und Gesellenkonvent 2015 kamen am 07. / 08. Februar insgesamt 21 Brüder aus 7 verschiedenen Johannislogen unserer Provinz in Sankt Michaelisdonn zusammen, um sich über zwei Tage mit freimaurerischen Themen auseinanderzusetzen, neue Kontakte zu knüpfen und zwei erfüllende Tage miteinander zu verbringen.

Neben dem Besuch im Freimaurermuseum, dem „Tempel zum Anfassen“, dem Singen freimaurerischer Lieder, sowie einem Vortrag unseres Provinzialmeisters war die Auseinandersetzung mit verschiedenen Fragen zum persönlichen Erleben der Freimaurerei ein zentraler Bestandteil des Programms für diesen Konvent.

Am ersten Tag bestimmten das persönliche Kennenlernen der Brüder und die zwei Zirkelgespräche. In drei Gruppen diskutierten die anwesenden Lehrlinge und Gesellen Themen, wie den jeweiligen Weg zur Freimaurerei, das Logenleben in den Heimatlogen und solche, die das Verhältnis der Freimaurerei sowohl im eigenen Leben als auch der Gesellschaft und Öffentlichkeit betrafen (z.B. „Wie war dein Weg zur Freimaurerei?“, „Wie fühlst du dich jetzt in deiner Loge?“).

Die Atmosphäre und die Stimmung in den Gruppen waren außerordentlich konstruktiv und positiv, wobei die Ergebnisse im Anschluss sowohl ein breites Spektrum der Sichtweisen zeigten, als auch viele Übereinstimmungen im emotionalen Erleben offenbarten.

Drei wichtige Punkte können an dieser Stelle hervorgehoben werden:

Der Weg vieler Brüder, welcher aus unterschiedlichsten Beweggründen und Interessen  zur Freimaurerei führte, wurde häufig von Schlüsselmomenten bestimmt, welche die Initialzündung gaben, tatsächlich eine Loge aufzusuchen. Neben persönlichen Bekannten oder Verwandten aus der Freimaurerei spielte anscheinend die Öffentlichkeitsarbeit der Logen eine große Rolle. Eine besonders große Rolle spielte hierbei auch die Abende für Interessierte und für viele Brüder der Besuch des Freimaurermuseums in Sankt Michaelisdonn

Die Lehrlinge und Gesellen gaben durchweg an, sich in ihren jeweiligen Heimatlogen ausgesprochen wohl und sehr gut auf- bzw. angenommen zu fühlen. Lediglich vereinzelt berichteten Brüder vom Verhalten und Äußerungen älterer, erfahrener Brüder irritiert worden zu sein. Aussagen wie: „Das ist ja auch gut, dass du als Lehrling nichts sagst, Lehrlinge sollen ja eh am besten schweigen, reden sollen ja nur die Meister“ wurden weder als wertschätzend empfunden, noch trafen sie auf ein breites Verständnis

Der persönliche Umgang mit der Freimaurerei und der Öffentlichkeit, was eben auch Vorurteile in der Gesellschaft betrifft, wird von den Lehrlingen und Gesellen sehr individuell gestaltet. Der Grad der Offenheit unterschied sich zum Teil deutlich und auch, wie mit Vorurteilen umgegangen wurde. Allen gemein war ein zumindest dezentes Verhalten in Bezug auf die Öffentlichkeit und eine Auseinandersetzung mit Konflikten „im Inneren“, sowohl  in sich selbst als auch in der Loge

Während der Gespräche und Diskussionen kamen sich viele Brüder näher und lernten einander besser kennen.

Den anschließenden Besuch im Freimaurermuseum unter fachkundiger Führung von Bruder Carsten Englert empfanden viele als ein informatives, inspirierendes und würdiges abschließendes Erlebnis des inhaltlichen Teils des Tages.

Das gemeinsame Abendessen im Restaurant des Logenhauses, „St. Michael“ und  die individuelle gemeinsame Abendgestaltung rundeten den Abend ab.

Am zweiten Tag wurden sowohl die jeweiligen Heimatlogen genauer vorgestellt, als auch Kontaktdaten untereinander ausgetauscht.

Es folgte die informative Präsentation unseres Provinzialmeisters Bruder Nils Dahlgaard „Ein kleiner Leitfaden unserer freimaurerischen Verbundenheit“ der u.a. Aufschluss über die aufbauorganisatorischen Zusammenhänge des Ordens gab.

In zwei Gruppen wurden im Anschluss abwechselnd unter fachkundiger musikalischer Anleitung von Bruder Wolf Wiedermann freimaurerische Lieder eingeübt und von den Lehrlingen und Gesellen der Tempel eingerichtet.

Der Aufbau der Arbeitstafel mit realen Gegenständen bot eine lehrreiche zusätzliche Gelegenheit, den Tempel und seine Symbole mit mehreren Sinnen zu „erfassen“.

Wir denken, dass wir im Namen aller anwesenden Lehrlinge und Gesellen berichten können, dass der schöne Tempel in Sankt Michaelisdonn und die hinreichenden und tiefgreifenden Erläuterungen des Abgeordneten Provinzialmeisters, Bruder Jörg Wegner, sowie die Anwesenheit aller Brüder die anschließende Tempelarbeit im I. Grad zu einem besonderen Erlebnis werden ließen.

Insgesamt kann auf einen gehaltvollen Lehrlings- und Gesellenkonvent zurückgeblickt werden, der vielen vermutlich nicht nur inhaltliche und persönliche Weiterentwicklung ermöglichte, sondern insbesondere das Knüpfen neuer Kontakte, das Kennenlernen neuer Brüder und damit eine Stärkung der Bruderschaft in Schleswig-Holstein.

Unser Dank gilt zudem der tollen Bewirtung im Restaurant des Logenhauses „Sankt Michael“, der zurückhaltenden und kompetenten Begleitung der anwesenden beratenden Brüder und der persönlichen Einbringung jedes anwesenden Lehrlings und Gesellen.

Der Lehrlings- und Gesellenkonvent 2016 ist auch wieder für das erste Februarwochenende geplant und wird, wie es die Tradition möchte, wieder von zwei Lehrlingen inhaltlich geplant und moderiert.

Rund 21 Brüder trafen sich am Wochenende 31. August / 1. September 2013 zum zweiten Konvent der Lehrlinge und Gesellen im Logenhaus von St. Michaelisdonn.

Neben einem Workshop – moderiert von unseren Gesellen Tobias Hohmann und Volker Hölzer – zu elementaren Fragen der Freimaurerei stand auf dem Programm:

· Besuch des Freimaurermuseums der GLLFvD unter fachkundiger Führung – dies mit großem Interesse und Bewunderung der teilnehmenden Brüder.

· Vortag zu Informationen für Logenbrüder – Ein kleiner Leitfaden unserer freimaurerischen Verbundenheit.

· Der Tempel zum Anfassen – Tempelbegehung mit Symbolik und Ausstattung. Die Brüder mussten alle Ritualgegenstände und Symbole ordnen, was sie schon in kurzer Zeit richtig den ritualgerechten Orten zugeordnet hatten.

· Tempelarbeit im I. Grad mit Erläuterungen der Provinzialbeamten. Hierbei wurden während des Ritualablaufs die Erklärungen der vorkommenden Zeiten erläutert.

Alle Teilnehmer bedankten sich gegenseitig für ihren Erfahrungsaustausch und wollten auch weiterhin in Verbindung bleiben auf ihrem Weg in der Freimaurerei.

Sie haben uns inständig gebeten, einen solchen Lehrlings- und Gesellenkonvent in unserer Provinzialloge von Schleswig-Holstein für die dann neuen Brüder im nächsten Jahr zu wiederholen, was wir wegen des guten Zuspruchs auch zugesagt haben.

Br. Werner Gutzeit (Johannisloge „Georg zur Dithmarscher Treue“, Heide) hatte sich in großzügiger Weise entschlossen, den Erlös aus der Versteigerung von 50 seiner Werke dem als gemeinnützig anerkannten Herbert Feuchte Stiftungsverbund zu überlassen.

Als Auktionator konnte dafür der ehemalige Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Björn Engholm gewonnen werden.

Insgesamt kam bei der Auktion ein Betrag von fast 7.000 Euro für die Arbeit mit mehrfachbehinderten hörgeschädigten und taubblinden Menschen zusammen.

Wir bedanken uns recht herzlich bei unserem Logenbruder Werner Gutzeit für seine Spende für diesen guten Zweck.

Das 11th European Masonic Meeting findet 2013 in Husum statt.

Es ist allen Brüdern der Johannisloge „Zur Bruderliebe an der Nordsee“ zu Husum eine hohe Ehre und sehr große Freude, das XI. Europäische Freimaurertreffen in unserer Heimat auszurichten.

Das Treffen findet von Freitag, den 31. Mai bis einschließlich Sonntag, den 02. Juni 2013 in Husum/ Nordsee statt.

In 2012 fand das Treffen in Zypern und davor in Italien, Norwegen, Andorra, Deutschland, Frankreich, Luxemburg und  Belgien statt.

Wir heißen alle Brüder von regulären Freimaurerlogen zu dieser besonderen Veranstaltung ganz herzlich willkommen.

FLYER EMM 2013

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