Die Teilnehmer am Lehrling-Gesellenkonvent 2017 nach getaner Arbeit

Vom 04. bis 5. Februar 2017 fand bereits der 8. Lehrlings- und Gesellenkonvent der Provinzialloge von Schleswig-Holstein statt, und zwar unter großer Beteiligung. Tagungsort war wieder das Logenhaus der JL „St. Michael“ in St. Michaelisdonn.

Inhaltlich wurde der Konvent traditionell von einigen Lehrlingen und Gesellen vorbereitet und gestaltet. In diesem Jahr übernahmen diese Aufgabe ein Bruder von der JL „St. Michael“ in St. Michaelisdonn und ein Bruder der JL „Frisia zur Nordwacht“ auf Sylt.

35 Brüder aus den unterschiedlichsten Provinzen fanden sich am späten Samstagvormittag in erwartungsvoller Spannung im Logenhaus ein. Dabei waren Brüder aus Berlin, Hamburg, Braunschweig und natürlich aus Schleswig-Holstein.

Nach einem Begrüßungskaffee, einer kurzen Vorstellungsrunde und einem reichhaltigen Mittagessen starteten wir mit der ersten Runde unserer Zirkelgespräche.

In kleinen Arbeitsgruppen wurden vier Fragen

Wie war Dein Weg zur Freimaurerei?

Wie bist Du in Deiner Loge aufgenommen worden und wie fühlst Du Dich jetzt?

Stehst Du in der Öffentlichkeit zur Freimaurerei?

Welche Wünsche hast Du an Deine freimaurerische Zukunft?

In kleinen Arbeitsgruppen wurden vier Fragen intensiv erarbeitet und danach in großer Runde vorgestellt und diskutiert.

Gemeinsames intensives Arbeiten im Workshop

Bei der sich anschließenden Kaffeepause konnten die unterschiedlichen Eindrücke vertieft werden, bevor es in die zweite Runde der Gespräche ging. Gestartet wurde mit einem interessanten und kurzweiligen Vortrag des Provinzialmeisters, Br. Nils Dahlgaard, der „Die Vereinigten Großlogen von Deutschland und deren Lehrarten“ zum Thema hatte. In großer Runde wurde sich dann über bereits gemachte Erfahrungen mit Brüdern und Logen andrer Lehrarten und über die eventuellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede ausgetauscht.

Der fachlich begleitete Besuch des Freimaurermuseums wurde für alle Beteiligten zu einem besonderen Erlebnis.

Den Abschluss des ersten Tages bildete anstelle eines profanen Abendessens eine „Instruktionstafelloge“, in der die Teilnehmer die Möglichkeit erhielten, die im Ritual festgelegte Reihenfolge der Trinksprüche inhaltlich selbst zu gestalten und auch vorzutragen.

Der zweite Tag begann mit einem gemeinsamen Frühstück im Logenhaus. Gut gestärkt ließen wir in großer Runde der vergangenen Tag noch einmal Revue passieren, bevor der Provinzialmeister von Schleswig-Holstein uns in einem Vortrag mit dem Thema „Informationen für Logenbrüder – ein Leitfaden unserer freimaurerischen Verbundenheit“ unter anderem die korrekte Anrede der höheren Grade vermittelte.

Vorbereitung Tempelarbeit
Wir bereiten uns auf die Tempelarbeit vor

Zur Vorbereitung auf die am Nachmittag stattfindende Tempelarbeit im I. Grad mit den dazugehörenden Erläuterungen durch die Provinzialbeamten teilten wir uns nach einer kurzen Kaffeepause in zwei Gruppen auf. Während die erste Gruppe unter dem Motto „Tempel zum Anfassen“ den Tempel für die Arbeit im I. Grad vollständig selbst einrichtete, sang die zweite Gruppe freimaurerische Lieder unter Anleitung und mit musikalischer Begleitung von Bruder Wolf-Rüdiger Wiedermann. Zusätzlich wurden uns die Liedtexte auf ihre freimaurerische Bedeutung hin erläutert. Danach wechselten die Gruppen.

Nach einer Schlussbesprechung und dem gemeinsamen Mittagessen im Logenhaus fand dann die Tempelarbeit im I. Grad statt. Hier wurde uns jungen Freimaurern noch einmal auf sehr anschauliche Weise verdeutlicht, welche Bedeutung die Symbolik und die freimaurerische Zeitrechnung im Ritual haben.

Ein würdiger Abschluss eines lehrreichen und interessant gestalteten Lehrlings- und Gesellenkonvents, der auch 2018 wieder stattfinden wird, und zwar am 3. und 4. Februar.

Als Fazit für mich bleibt festzustellen, dass dieser Konvent eine einmalige Gelegenheit ist, in entspannter Atmosphäre junge Brüder aus anderen Johannislogen und auch anderen Provinzen zu treffen und sich mit ihnen auszutauschen.

Ich lege allen Lehrlingen, Gesellen und jungen Meistern sehr ans Herz, sich für das nächste Jahr den Lehrlings- und Gesellenkonvent in St. Michaelisdonn vorzumerken und rechtzeitig anzumelden.

Es lohnt sich wirklich!!!

Br. Martin Marställer

JL „Frisia zur Nordwacht“, Sylt