Gruppenfoto Lehrlings- und Gesellenkonvent 2020
Foto: Provinzialloge von Schleswig-Holstein

Lehrlings- und Gesellenkonvent 2020

Am ersten Februar-Wochenende 2020 fand der Lehrlings- und Gesellenkonvent der Provinzialloge Schleswig-Holstein statt. Die Räume des Freimaurermuseums in St. Michaelisdonn mit der angegliederten Restauration boten einen guten Rahmen.


Der Freimaurerorden ist eine Bruderschaft für Männer jeden Alters. Männer, die neu in den Freimaurerorden aufgenommen werden, werden zunächst Lehrling. Nach Ende ihrer Lehrzeit werden sie zum Gesellen aufgenommen. Die Lehrlinge und Gesellen orientieren sich im Orden und in der Freimaurerei.


Die Idee des Lehrlings- und Gesellenkonvents ist, möglichst viele Lehrlinge und Gesellen aus verschiedenen Orten und Logen zusammenzubringen und miteinander bekannt zu machen.


Die 26 teilnehmenden Freimaurer der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland kamen aus elf verschiedenen Johannislogen der Provinzen Schleswig-Holstein und Hamburg-Niedersachsen. Ein Freimaurer der Großloge „Große National-Mutterloge Zu den drei Weltkugeln“ war ebenfalls Teilnehmer. Diesem Anspruch kam der diesjährige Konvent mit dem großen Zuspruch aus verschiedenen Lehrarten und Städten Norddeutschlands nach.


In allen Freimaurerlogen finden regelmäßige Treffen der Brüder statt. Diese Treffen im Logenraum, dem Tempel, verlaufen nach festen Ritualen, sie werden Tempelarbeit genannt. Viele Grundinformationen zur Tempelarbeit und zu den Ritualen erhielten die Lehrlinge und Gesellen während des Konvents. Sie tauschten sich aus und die Meister gaben viele wertvolle Tipps. In Vorträgen wurden der Aufbau der Freimaurerordens, Grundlagen für eine gute Rede im Tempel und für Ritualfolgen vermittelt. Ein besonderes Erlebnis war der „Tempel zum Anfassen“, in dem die Lehrlinge und Gesellen aus dem Chaos des Alltags mit verstreut liegenden Einrichtungsgegenständen den Arbeitstempel aufbauten. Im Ergebnis war der Tempel für eine geordnete Loge vorbereitet. Die Meister vermittelten den jungen Freimaurern die Grundlagen der Arbeit am rauen Stein, der fortwährenden Aufgabe eines jeden Freimaurers.


Einen besonderen Stellenwert nahmen die Zirkelgespräche ein. In ihnen stellten sich alle Konventsteilnehmer nicht nur vor, sie erzählten auch von ihrem ganz persönlichen Weg zur Freimaurerei. Und sie schilderten ihre Wünsche an ihre persönliche Zukunft in der Freimaurerei. Diese Gespräche führten die Teilnehmer enger zusammen, sie lernten sich besser kennen und verstehen.


Am Sonntag fand eine Tempelarbeit statt, wie sie in allen Logen regelmäßig veranstaltet wird. Unter Leitung des Provinzialmeisters nahmen alle Teilnehmer aktiv an der Tempelarbeit teil. Im Anschluss feierten alle Teilnehmer des Konvents eine Tafelloge. Alle nahmen am festlich gedeckten Tisch Platz, auf sie wartete ein festliches mehrgängiges Menu. Die Tafelloge findet meist nach einem wichtigen Fest in der Loge oder der Aufnahme eines neuen Freimaurers in der Loge statt. Sie ist also etwas Besonderes und nicht jeder Lehrling hat schon an einer Tafelloge teilnehmen können. Deshalb wurde das Ritual der Tafelloge an prägnanten Stellen unterbrochen, und der Meister erklärte einzelne Teile und Handlungen.
Zum Abschluss des Konvents traten alle Teilnehmer zum Gruppenfoto zusammen.


Und übrigens … Terminvormerkung: Von Samstag, 6. Februar 2021 bis Sonntag, 7. Februar 2021 findet der elfte Lehrlings- und Gesellenkonvent in St. Michaelisdonn statt.

Text: Hans Stüdtje