Beitrag von Bruder Günter Timm

Johannis-Loge Nordstern Rendsburg

Teilnahme an einer Aufnahmearbeit am 17.01.2018 in den VIII° Grad in Odense

– Bruder Jørgen Jessen kommt dem Licht näher

Um es zusammenzufassen:

Es war eine imposante, sehr bewegende Aufnahmearbeit mit wunderbarem „Rahmenprogramm“  und neuen Bekanntschaften zu dänischen Brüdern.

Der Reihe nach:

Unser langjähriger Bruder Jørgen P. Jessen – vormals JL in Schleswig – , der nach einigen Irrungen und Wirrungen in der deutschen Logen-Bruderschaft nicht mehr den rechten Halt und Rücken-deckung gespürt hat, wurde mit großer Freude, Herzlichkeit  und Brüderlichkeit in seiner neuen Heimat, „Den Danske Frimurerorden“, unter Teilnahme von fast 100 Brüdern – mit 6 weiteren Brüdern aus verschiedenen dänischen Logen – im Logenhaus der Provinzialloge in Odense, Dänemark in den VIII° Grad aufgenommen. Bruder Jørgen hat in unserem Nachbarland  Dänemark seine neue Logen-Heimat gefunden und ist Mitglied in der Johannisloge „Harald til Runestenen“, Vejle, der Andreasloge „Dorothea ad Coronam, Kolding, des Kapitels der Provinzialloge in Odense sowie der Andreas-Instruktionsloge „Philadelphia“, Vejle, und der Kapitel-Instruktionsloge „Korset og Løverne“ in Hadersleben. Nicht zu vergessen ist Bruder Jørgen in der Freimaurerforschung der Forschungsloge „Friederich Münter“ in Kopenhagen aktiv, wo er auch Mitglied ist.  Hilfreich für ihn ist natürlich das Beherrschen der Dänischen Sprache auf muttersprachlichem Niveau.

Freuen wir uns einfach mit ihm.

Fröhliche Brüder auf dem Weg nach Odense

Begleitet haben ihn zu dieser besonderen Arbeit von der Andreasloge „Voluntas, der WAM Br. Klaus Kayser,

seine Nordstern-Brüder aus Rendsburg,

Br. Hans-Jürgen Polleit,

Br. Uwe Jens Thate und der Chronist.

Gestartet sind wir mittags bei durchwachsenen Witterungsbedingungen, um rechtzeitíg nach gut 250 km im Logenhaus anzukommen und uns in Ruhe und mit Muße auf die anstehende Arbeit vorzubereiten.

Der hauptamtliche „Gebäudemanager“ des Logenhauses der Provinzialloge Odense, Br. Steen Reher, festangestellter Sekretär der Provinzialloge Odense, hat uns Teile des imposanten Logenhauses gezeigt. So konnten wir die Tempel des Lehrlings-, Gesellen, und Meistergrades bewundern. Es ist einfach eine andere Dimension in Größe und Ausstattung, das Logenhaus beherbergt 5 Tempel der 3 Ordensabteilungen. Insgesamt arbeiten im Logenhaus 1200 Brüder. Bewegend.


Von Links die Brüder:

Hans-Jürgen Polleit, Uwe Thate, Jørgen P. Jessen, Klaus Kayser, Günter Timm im Logenhaus der Provinzialloge Odense

Das imposante Logenhaus der Provinzialloge von vorn. Das Gebäude ist nach hinten und seitlich von unglaublicher Größe

Die Aufnahmearbeit war für uns Brüder zwar sprachlich nicht verständlich, dennoch haben wir Teile unserer Kapitelarbeit entschlüsseln können. Wir haben mitgemacht und auch dänische Lieder mit Zuhilfenahme des Liederbuches mitgesungen. Nicht nur für uns, für alle Brüder war dieses ein überwältigendes Erlebnis. Das Ritual des VIII Grades ist in DK doch recht „voluminöser“ als bei uns hier in Deutschland. Unser Bruder Jørgen war richtig „von den Socken“, wie er berichtete und wir mitgereisten sind froh und auch ein wenig stolz, diese Aufnahme von Bruder Jørgen und den anderen Brüdern begleitet zu haben.

Nach der Arbeit gab es ein Brudermahl, welches nach 3 Gängen plötzlich zu Ende war. Das ist so bei unseren Nachbarn in Dänemark. Geneigte Leser dieses Berichtes, die an Arbeiten in Dänemark teilgenommen haben, werden sich erinnern.

Auch waren wir sehr angetan von der Offenheit und Freundlichkeit der dänischen Brüder. Schon bei der Begrüßung kamen wir auf Deutsch und auch auf Englisch in Kontakt und haben Karten ausgetauscht. Zwei Brüder kennen aus beruflicher Zeit Rendsburg und Umgebung wie ihre Westentasche und der Freundeskreis erstreckt sich bis hierhin. Gegenseitige Logenbesuche sind zukünftig nicht ausgeschlossen.

Die weltumspannende Bruderkette wurde an dem Tag richtig erlebbar gelebt.

Die herzlichen Verabschiedungen erfolgten gegen 23.00 Uhr und nach drei Stunden Rückfahrt erreichten wir bei Glätte und Schneeregen wieder heimischen Boden und eines ist sicher:

Wir werden diesen Tag und diese Arbeit noch lange oder sogar für immer in unserem Herzen bewahren.

Mange tak für das Lesen dieses Berichtes.

Rendsburg, 24.01.2018 / Günter Timm